Das biomotorische Training

Das biomotorische Training für das Pferd

Auf dieser Webseite bewegt sich alles um das biomotorische Training für das Pferd bei und zu dem Sie ihr Pferd unterstützen können. Begleiten Sie mich durch eine besondere Form der körperlichen Bewegungsausbildung für Pferde, inklusive dem Reitertraining für den Menschen.  Es ist eine Ausbildung die das Herz, Lungen und Kreislauf des Pferdes in den Zustand eines Zusammenwirkens versetzt, in dem dann alle Systeme des Pferdeköpers mit größtmöglicher Effizienz arbeiten können.  Kein Training ist grundlegender, keines ist natürlicher und einfacher.

Das Ziel der „biomotorischen Übungen“ ist es, den Pferdekörper und seine Atmung auf die veränderten Stoffwechselverhältnisse unter dem Reiter und bei den bewussten Bewegungsabläufen beim Reiten einzustellen. Für die allermeisten Pferde heißt das sonst: „weniger zu atmen“. Die „biomotorischen Übungen“ orientieren sich an der individuellen Atmung des Pferdes. Das Ergebnis, von Anfang an, ist dann ein Pferd, dass bei allen seinen Bewegungen – bis hin zu den kadenzierten – den optimal eigenregulierten Sauerstoffverbrauch hat.

„Warum nur wollen wir immer lernen, dem Pferd etwas beizubringen? –
warum lernen wir stattdessen nicht, erstmal das zu nutzen, was der Pferdekörper in großer Fülle anzubieten hat.“

Die größte Leistung der „Biomotorik“ ist es deshalb, dass sie dem Pferd helfen kann, sich mit der natürlichen Kraft seines Körpers, in Verbindung mit der Atmung selbst zu reparieren, wo es schwach ist. Und für den Menschen damit die ideale Möglichkeit, dem Pferd die eine Körper-Ausprägung zu geben die es in der „Natur“ nicht mehr bekommen kann und damit die immer mehr fehlenden Naturanreize in einer tatsächlich viel größeren Vielfalt zu ersetzen.

„Das Pferd biegsam und bewegungsfähig machen – damit es nicht an seiner Unbeweglichkeit und Starrheit zerbricht“

Die Kunst der Kadenz-Ausbildung

Während die Körper-Ausbildung die drei Entwicklungsphasen durchläuft, geht es also unmittelbar zur Kadenz des Pferdes und dem kadenzierten Reiten durch einen tragfähigen Pferdekörper. Die Qualität der Bewegungen bringt den Reiter automatisch zu einem anderen Reiten. Trotzdem ist der immer begleitende Fokus dabei, die Bewegungsziele des Menschen und den Muskeln des Pferdes, mit den „Zielen“ und Bedürfnissen des Pferdekörpers und seinen organischen Funktionen zu verbinden und in ein Zusammenwirken zu bringen.

Der Weg zur Kadenz führt durch die körperlichen Entwicklungsphasen des Pferdes

Phasen sind Phasen, weil sie nicht übersprungen werden können. Sie sind Stufen in einem möglichst stetigen und möglichst vielfältigen Entwicklungsverlauf, an dessen „Ende“ das kadenzierte Reiten steht und damit zugleich der sich gegenseitig bedingende Beginn der weiterführenden Reitausbildung ist, zu der WIR – also der Mensch, unsere Sensibilität so kultivieren müssen, um die (mittlerweile) verfügbaren Bewegungen des Pferdes möglichst fein abzurufen.

Es ist die Kultivierung der Sensibilität

Es geht dem „biomotorischen Training“ um den Erhalt einer Reitkultur, die den wechselseitigen Austausch mit dem Menschen und nicht die „Erziehung“ in den Vordergrund nimmt, und geht dabei immer den „Umweg“ über die Körperfunktionen, Körperfähigkeiten und die umwerfenden Potenziale des Körpergefühls, dass beide – Pferd und Mensch auf so eindrückliche Weise zeigen können.

Das Bewegungstechnische Wissen der Biomotorik vereint sich mit dem Verhalten des Pferdes

Nicht nur der Mensch, auch das Pferd fühlt sich nach jeder „gemeinsamen Einheit“ belebt und gestärkt – ganz ohne in seinem Muskelkorsett verfestigt zu werden, dass nur immer mehr und noch mehr „Muskelkraft“ verlangt. Im „biomotorischen Training“ geht es darum, dem Pferd zu seinen Bewegungen möglichst viele Sinne „freizuschalten“. Warum? Weil es mit der Vielfalt seiner Sinne die „erlernten“ Bewegungsmuster nicht nur ausführen kann, sondern regelrecht „verinnerlichen“ kann. Das Pferd lernt, wie es neu entdeckte Bewegungen in die bisher erlernten integrieren kann, und damit seine ganzen inneren Funktionen, und seine Organverbindungen selbstwahrnehmend vernetzt.

Alles Gute für ihr Pferd

Und noch etwas ist für den „Lernerfolg“ ihres Pferdes entscheidend – der zum eigenen Bewegungserfolg des Pferdes sein wird, wenn sein ganzer Pferdekörper daran beteiligt ist. Es ist die enge, austauschende und verbindende Gemeinsamkeit mit dem Menschen. Gemeinsam macht es nicht nur viel mehr Spaß, sondern wir holen damit das Pferd schlicht und einfach in seiner Jahrtausendalten Herdengenetik ab. Und warum sollte man auf diesen grundlegenden Baustein der Pferdebewegung verzichten, wenn es auch uns so viel mehr Freude macht.

Wie soll ein Pferd „Leistungen“ bringen, wenn es sich selbst nicht regulieren kann

Das „biomotorische Training“ ist DESHALB so grundlegend für den Rest des Pferdelebens, weil das Pferd lernt, sich selbst zu regulieren, um sich, angepasst an seine Fähigkeiten, seine Grenzen zu erfahren um sich energieeffizient zu BELASTEN (wichtig für seine Weiterentwicklung) – ohne sich wie viele Muskeltrainierte (oder untrainierte) – sich weit über die eigenen Möglichkeiten ÜBER zu BELASTEN. Das „biomotorische Training“ ist deshalb kein Muskeltraining, sondern ein „Gehirn-Training“ für das Pferd, weil es über den Weg der Sinneswahrnehmungen im ganzen Körper wirken kann.

Es geht deshalb nicht um ein Erlernen von neuen Bewegungsmustern, sondern um eine Neuverkabelung der körperlichen Eigenwahrnehmung des Pferdes. Raus aus dem oft „kranken Bild“ und hinein in ein körperliches Selbst-bewusstsein mit vielen Entdeckungen und Erfahrungen des eigenen Körpers.

Die Natur ist einfach, aber ausgeklügelt

Je mehr Sauerstoff der Pferdekörper aufnehmen kann, desto lebendiger wird er. Und wenn der Pferdekörper aus eigener Kraft und von sich selbst kontrolliert Sauerstoff aufnehmen kann, bleibt er gesund. Wenn dagegen die Zellen des Körpersystems die Fähigkeit zur Aufnahme von Sauerstoff verlieren, werden sie langsamer und hören auf, sich frei mit anderen Zellen auszutauschen, was in ungeregelter und unnatürlicher Bewegung endet.

Dieser Vorgang ist uns mehr wie bekannt – allerdings nicht in der Entstehung sondern unter seinen sichtbaren Folgeerscheinungen: gespannte und verklebte Körperpartien, Arthrosen, Stoffwechselerkrankungen, ungesunde Bewegungsverschiebungen im Pferdekörper und natürlich die sehr verständlichen Atemwegsprobleme des Pferdes.

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